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| Porsche |
| Ein
Initialwunder als Zeitschriftenartikel |
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| Mit
dem heutigen Blick auf die Erfolge von Porsche und die vielen Auszeichnungen
für Wendelin Wiedeking als erfolgreichen Manager wird die Vergangenheit
leicht verklärt. Der mittlerweile profitabelste Autobauer der Welt
war Anfang der neunziger Jahre so tief in der Krise, dass das Unternehmen
intern und öffentlich nahezu totgesagt war. Dem 1993 berufenen Vorstandsvorsitzenden
Wiedeking traute man wenig bis gar nichts zu. Ein Himmelfahrtskommando
für einen Nobody. Bis das Manager Magazin im Juni 1993 entdeckte,
dass im Hause Porsche japanische Mitarbeiter die Produktion umorganisierten,
und diesen Wandel mit den »fünfzehn Samurai« betitelte. Dieser Kontrast
zwischen der urdeutschen Sportwagenmarke und dem, was damals bei
dem Thema japanisches Qualitätsmanagement mitschwang, drehte das
Meinungsklima mit einem Schlag: Was von Wiedeking nicht als große
Geschichte geplant war, entwickelte sich zu einer Kaizen-Revolution,
zum Zauberwort oder, besser gesagt, Zauberstab der
Trendwende. Nach diesem Initialwunder einer öffentlichen Entdeckung
wehte Porsche der Meinungswind nicht mehr ins Gesicht, sondern in
den Rücken: Bereits 1994 schrieb selbst der Spiegel ehrfürchtig
über den damals neuen 911 Cabriolet als »erstes Produkt aus der
neuen Kaizen-Ära«. In dieser Trendwende dürfte auch die frühe Erkenntnis
Wiedekings begründet sein, dass die Steuerung des Profils über die
Medien von unschätzbarem Wert für die Marke Porsche sein kann. Die
faktischen Änderungen der Kaizen-Maßnahmen und das mediale Schwungrad
der öffentlichen Trendwende haben dabei gleichermaßen zum Neubeginn
der Erfolgsstory von Porsche beigetragen und waren damit so etwas
wie ein Initialwunder im Prozess des bahnbrechenden Wandels bei
Porsche. |
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